Jusos starten Unterschriftensammlung zum Wahlalter 16

Die Jusos Brandenburg starten am heutigen Tage ihre Unterschriftensammlung zur Absenkung der Altersgrenze für das kommunale Wahlrecht auf 16 Jahre. „Ich fordere, dass junge Menschen ab dem 16. Geburtstag bei den Kommunalwahlen in Brandenburg wählen und auch selbst gewählt werden dürfen! Junge Menschen müssen vor Ort mitentscheiden und mitgestalten können.“ steht über der Tabelle in die sich die Unterstützer der Aktion eintragen können. Mitmachen kann jede und jeder, der oder die der Meinung ist, dass jungen Menschen diese Möglichkeit politischer Partizipation offenstehen sollte. Die Jusos Brandenburg gehen dabei nicht leichtfertig mit den Gegenargumenten bezüglich der Absenkung des kommunalen Wahlalters um. Doch die Argumente, dass jungen Menschen die nötige Einsicht in politische Prozesse fehle und sie anfälliger für politische Extreme wären, sind für sie nur Ausreden, um sich der Anstrengung Politik für junge Menschen zu machen und diese dann auch so zu gestalten, dass alle Menschen diese für nachvollziehbar halten, zu entziehen. Dazu Sören Kosanke, Landesvorsitzender der Jusos Brandenburg: „Die Absenkung des Wahlalters zwingt die demokratischen Parteien, sich mehr ihrem Bildungsauftrag zuzuwenden und sie nicht dem Einfluss der Demagogen und Populisten zu überlassen.“ „Manipulierbarkeit ist keine Frage des Alters! Politische Reife entsteht durch aktive Teilhabe, nicht durch das Älterwerden.“ meint auch Nancy Engel, Mitglied im Juso-Landesvorstand Brandenburg, die die Kampagne mitgestaltet hat.
Die Gründe für die Herabsenkung des kommunalen Wahlalters sind aus Sicht der Jusos folgende:
„Wenn Jugendliche wählen dürfen, engagiert sich die Politik mehr für die Interessen junger Menschen.
Durch die demografischen Veränderungen verschiebt sich das Machtverhältnis zwischen Alt und Jung. Die Absenkung des Wahlalters leistet einen Beitrag zum fairen Interessensausgleich zwischen den Generationen. Für viele Themen der Kommunalpolitik sind gerade Jugendliche die Experten. Kommunale Politik, die Jugendliche betrifft, soll auch von ihnen mitentschieden werden! Je stärker wir unsere Jugendlichen beteiligen, desto mehr lassen sie sich für die Demokratie und Mitbestimmung begeistern. Nur wer mitmachen darf, macht auch mit!“

Die zeitliche Nähe zur Kommunalwahl in Brandenburg in diesem Herbst ist dabei selbstverständlich kein Zufall. Allerdings geht es den Jusos hierbei nicht um Stimmenhascherei für die eigene Partei. Sören Kosanke: „Für uns ist es erst in zweiter Hinsicht wichtig, dass junge Menschen sich für die Ziele der Sozialdemokratie entscheiden. Viel wichtiger ist es für uns, dass junge Menschen ihre Geschicke in die eigenen Hände nehmen und sich nicht von den Interessengruppen der älteren bevormunden lassen. Hierzu ist das kommunale Wahlrecht eine gute Möglichkeit und es versteht sich von selbst, dass dies nur Sinn macht, wenn man sich für demokratische Parteien entscheidet. Darüber hinaus geht es uns ja mit dieser Aktion gerade um die jungen Menschen, die in diesem Herbst noch nicht wählen dürfen.“

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About Benny Blatz

Benny ist stellvertretender Landesvorsitzender der Jusos Brandenburg.

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