Jusos unterstützen Berliner Erklärung zur Frauenquote – Quotenregelung für öffentliche Unternehmen gefordert

Die Jusos Brandenburg begrüßen die Initiative vieler gesellschaftlich und politisch aktiver Frauen und unterstützen ihre Forderung nach einer Frauenquote in Entscheidungsgremien der Wirtschaft. „Gleichberechtigung und Gleichstellung muss mehr als 60 Jahre nach der Verabschiedung des Grundgesetzes – welches die Gleichberechtigung von Männern und Frauen garantieren soll – endlich auf allen Ebenen umgesetzt werden. Dazu gehören auch Frauen in Führungspositionen!“, so Nico Ruhle, Landesvorsitzender der Jusos.

Die vor allem von vielen Männern geäußerten Bedenken nach Qualitätsverlusten überzeugen nicht. Seit Jahren zeigten Mädchen deutlich bessere schulische Leistungen als ihre gleichaltrigen männlichen Mitschüler – gleiches gelte in vielen Studiengängen.

Eine gesetzlich verbindliche Quote wird mittelfristig die Qualität der Arbeit erhöhen. Studien zeigen, dass gemischt geschlechtlich besetzte Arbeitsplätze und Gremien bessere Arbeitsergebnisse vorweisen können. „Das Potential, welches gut ausgebildeten Frauen mitbringen, ist noch nicht von allen erkannt. Zeit, die bestehenden männlichen Führungsstrukturen aufzubrechen und an die gesellschaftliche Realität anzupassen, gab es genug- nun muss der Gesetzgeber für eine angemessene Teilhabe von Frauen in Führungsgremien sorgen!“, so Maja Wallstein, stellvertretende Juso-Landesvorsitzende.

Brandenburg könne bei der Frauenförderung eine Vorreiterrolle einnehmen. Die Politik müsse dafür Sorge tragen, dass Teilhabe und Förderung von Frauen nicht nur auf dem Papier stattfinde, sondern mit gutem Beispiel vorangehe: „Die Aufsichts- und Verwaltungsräte sowie Vorstände landeseigener Gesellschaften müssen künftig mit einem Frauenanteil von mindestens 30 % besetzt werden“, so die Forderung des Landesvorsitzenden Nico Ruhle. „Eine Quotenregelung allein auf Landesebene genügt aber nicht: Hier sind genauso die Kommunen und Landkreise gefragt. Frauen gehören auch in die Führungsgremien kommunaler Wohnungsbaugesellschaften, Stadtwerke oder Sparkassen!“ Die Selbstverständlichkeit, dass auch Frauen qualifizierte Mitglieder dieser Gremien sein könnten, müsse sich auf allen Ebenen einstellen.
Für weiterführende Informationen siehe auch:
Berliner Erklärung_DagmarZiegler

Potsdam, 16. Dezember 2011

Vom by martin.seiffert in Leben & Gesellschaft, Politik, Wir Jusos, Wirtschaft & Arbeit

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